Asja Schubert, Terrarium, 2019
Asja Schubert, Katze, 2019

in natura – Fotografien von Asja Schubert

27.03.–07.06.2020 in der Neuen Galerie im Höhmannhaus

Seit jeher versuchen die Menschen, die Natur zu bezwingen und Land für Nutzflächen zu kultivieren. Welcher Teil der Landschaft wie wir sie kennen, ist ohne Eingriffe gewachsen? Welche Flüsse wurden im Zuge der Industrialisierung nicht begradigt? Im Alltag legen wir unsere Wege zum größten Teil ungeachtet dessen zurück. Unsere Wahrnehmung hat sich an diese Lebenswelt und die oft künstlich geschaffene Illusion von Natur gewöhnt.

Die Fotografin Asja Schubert stellt das Verhältnis von Mensch und Natur in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Sie fängt mit ihrer Kamera die Momente ein, in denen der Betrachter vor Herausforderungen gestellt wird und macht sichtbar, was oftmals unsichtbar bleibt. So lassen sich Pflanzen aus Kunststoff oder leblose Tiere der Serie catch erst auf den zweiten Blick entlarven.

Die Zerstörung der Natur nimmt gegenwärtig durch Massenkonsum und Verschmutzung exponentiell zu, während unsere Suche nach dem Erhabenen in der Natur ihrer Gefährdung scheinbar diametral entgegen steht.

Asja Schubert fotografiert dabei nicht nur in Botanischen Gärten und Museen, sondern begibt sich auch an städtische Randgebiete oder verlassene Urlaubsorte. Dort dokumentiert sie die menschlichen Hinterlassenschaften, die in der Landschaft wie Artefakte von einer vergangenen und besseren Zeit zeugen.